Gutes und schlechtes Plastik

Plastik ist Buuhhh! Warum also noch einen Artikel darüber schreiben? Ist doch schon alles gesagt worden!

Plastik und Microplastik landet zerrieben in der Umwelt und kann nicht abgebaut werden (und wenn die Natur anfängt es abzubauen sollten wir uns Sorgen machen, ich finde die Entdeckung von Bakterien die genau das tun eher beunruhigend), riesige Müllhalden werden über die Flüsse ins Meer gespült, bilden dort Teppiche, töten Tiere….die Liste lieβe sich endlos fortsetzen.

Nur – Plastik begleitet uns ständig im Alltag. Unsere Geräte sind aus Plastik, Lampen, Möbel. Verpackungen – Plastik. Autos – viel Plastik. Elektroschalter, Kabel – Plastik. Kleidung – Plastik….ok, ich höre schon auf. Worauf ich hinaus will, wenn wir uns in unserem Leben umsehen, überall Plastik. Teils so in unser Leben integriert das es uns gar nicht auffällt was alles aus Plastik besteht. Aber wo können wir hier etwas vermeiden, und gibt es auch gutes Plastik?

Ein paar Ideen hab ich.

Im Büro sind mir vor allem Essensverpackungen aufgefallen. Unsere Mitarbeiter bestellen gerne Essen beim Lieferservice, Webrestaurant, Asiaten um die Ecke. Nach dem Essen ist der Kübel voll mit den typischen Plastikgefäβen, styroporgeschäumten Warmhaltebehälter…die können auch nicht wiederverwendet werden, Reinigung ist problematisch. Und natürlich, es ist günstig, einfach, bequem, und wenn das Restaurant dahinter gut ist schmeckt es auch. Und ja, ich hab auch meine Favoriten, und ja, ich mache das auch zeitweise. Aber wie davon wegkommen?

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Es ist eine Zeitfrage: schnell im Büro (oder am Abend zuhause) runterfuttern oder das Essen direkt im Lokal genieβen. Verdammte hektische Arbeitswelt. Aber nehmen wir uns Zeit zum Genieβen. Dann brauchen wir das Essen auch nicht lauwarm oder Microwellen-gewärmt in uns hineinschlingen. Wenn das irgendwie mit der Firma vereinbar ist – tut es.

Abends: selber kochen macht satt. Hier zählt für mich das Zeitargument nicht, höchstens die eigene Müdigkeit. Und mit etwas Planung können wir auch unser eigenes Essen ins Büro mitnehmen und aufwärmen ;-).

Und hier komme ich zum guten Plastik. 

Ich verteufle Plastik nicht an sich. Nur billige Einwegbehälter.  Selbst das billige Klumpert aus dem Supermarkt ist mir ein Greuel. Bricht, verzieht sich, ist schneller weggeworfen als es gebraucht wird.

Aber gute Behälter, stabil, dicht, leicht zu Reinigen – das ist was ganz Anderes. Nur – die kosten halt etwas mehr. Aber es lohnt sich. Nehmen wir Tupperware. Teilweise habe ich Stücke die noch von meiner Groβmutter stammen – und ich kriege immer noch Ersatzteile nach. Das nenn ich nachhaltig! Und die landen auch praktisch nicht im Müll, der Schwund über die Jahre ist eher im Freundeskreis zu suchen. 

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Für Getränke – und ich habe immer eine Flasche Wasser dabei, vor allem im Auto und im Sommer – gibt es Nalgene. Auch unkaputtbar (bis auf äuβerliche Kratzer), leicht und eine Investition für viele Jahr (erprobt). 

In beiden Fällen also ein „gutes“ Plastik nach meiner Definition weil es genau die Vorteile von Plastik hat – und nicht in kürzester Zeit auf dem Müll landet. Und: in beiden Fällen BPA-frei. Bisphenol A (Link zu Wikipedia) ist ein potentiell krebserregender Weichmacher und dem weiblichen Östrogen ähnlich, die Industrie rudert hier zwar schon zurück (es war aber sooo einfach) weil wir langsam darauf schauen und das Zeug meiden – bei billigen Produkten ist es trotzdem noch enthalten. 

Und sonst? Vieles können wir uns über gute Möbel ersparen, Stichwort beschichtete Platten. Darüber möchte ich aber einen eigenen Artikel schreiben, auch wie man zu guten Möbel kommt wenn man nur ein kleines Budget hat. 

Auch bei der Kleidung ist es einfach und gut…..aber auch ein eigenes Thema. Und Schuhe sollten nicht aus Plastik sein…..einfach weil es nicht notwendig ist….

Kurzfassung:

  • Essen gehen und genieβen
  • Selber kochen
  • Wenn Plastik – dann hochwertig

 

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