Sechs Tipps für Autofahrer im Waldviertel

Original erschienen im »Bezirksblatt:

Autofahren im Waldviertel
Sie sind auf Waldviertler Straßen unterwegs? Sie sollten mit allem rechnen…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Warum Sie auf alles vorbereitet sein sollten und wem Sie auf den Waldviertler Straßen besser ausweichen: der ultimative Guide für alle, die zum ersten Mal mit dem Auto ins Waldviertel fahren.

WALDVIERTEL. Das Waldviertel bietet eine raue Schönheit, wildromantische Natur und teils mystische Landschaften. Kein Wunder, dass die Region bei Urlaubern aus Nah und Fern so beliebt ist. Aber es gibt einige Besonderheiten, die der Reisende beachten sollte, vor allem wenn er die Straßen der Großstadt gewöhnt ist und sich ins Abenteuer im Viertel ob dem Manhartsberge stürzt.

Unsere (nicht ganz ernst gemeinten) Tipps für Autofahrer, die zum ersten Mal ins Waldviertel kommen. Befolgen auf eigene Gefahr!

1. Überholen Sie den Wiener vor sich so lange Sie noch können

Liebe Wochenendgäste aus Wien! Wir schätzen euch wirklich sehr, aber wenn ihr mit 70 km/h über die Bundesstraße kriecht, da werden den Waldviertlern die Erdäpfel faulig.

Also: überholen Sie die Großstädter sobald Sie können, denn die nächste Überholmöglichkeit lässt auf sich warten – bestimmt.

2. Autofahrer im Suzuki-Allrad haben Recht. Immer!

Vor Ihnen biegt ein Geländewagen in einem halsbrecherischen Manöver ein und schert sich nicht, dass Sie eine Vollbremsung hinlegen müssen? Zeigen Sie ihm bitte nicht den Vogel oder lassen sich zu anderen Unflätigkeiten hinreißen. Sie werden es bereuen. Der Lenker vor Ihnen ist nämlich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schwer bewaffnet und überaus zielsicher, wenn es drauf ankommt. Also: Lassen Sie ihn und halten Sie gebührend Respektabstand.

3. Rechnen Sie mit allem, aber nicht mit Infrastruktur

Das Waldviertel ist eine wildromantische Gegend. Das gilt auch für sämtliche Straßen. Außerdem sind Fahrbahnen nicht nur für Autos da, sondern eher als Begegnungszonen zu verstehen. Ein Pferdefuhrwerk vor Ihnen, spielende Kinder, Jogger, ältere Damen beim Tratsch oder sogar ein guter Samariter, der den Nachbarn in der Scheibtruhe vom Wirtshaus heimbringt, weil der zu tief ins Glas geschaut hat – auf den Straßen des Waldviertels ist alles möglich. Versuchen Sie das mal auf der Südosttangente!

Gleiches gilt für Naturereignisse. Der Sturm hat wieder einmal Äste quer über die Fahrbahn gefegt, oder gar einen ganzen Baum niederkrachen lassen? Einen Waldviertler schreckt so etwas nicht

4. Parallelwege sind für Fußgänger

Das Konzept eines so genannten Wirtschafts-Begleitweg hat sich im Waldviertel nicht herumgesprochen. Spaziergänger freuen sich über die um Millionen ausgebauten Straßen neben der Straße. Rechnen Sie nur bitte nicht damit, dass Traktoren oder andere Landmaschinen auf ihnen fahren. Ein stolzer Waldviertler Landwirt würde niemals einen Parallelweg benutzen. Schließlich will man die Spaziergänger ja nicht stören.

5. Sie glauben Sie wissen was Nebel ist? Denken Sie nochmal drüber nach

Mit dem Wort „Nebel“ geht der Waldviertler sehr vorsichtig um. Davon spricht man nämlich erst, wenn man wirklich nichts mehr sieht – und wir meinen gar nichts. Sie können immer noch den nächsten Leitpfock erkennen? Dann haben Sie es nicht mit Nebel zu tun, sondern maximal mit ein wenig Dunst. Ach ja: Nebelscheinwerfer und -Schlussleuchte sind für einen Waldviertler eher zur Dekoration des eigenen Fortbewegungsmittels…

6. Im Herbst oder Frühjahr ohne Winterreifen im Waldviertel? Schlechte Idee…

Sie planen einen herbstlich-schönen Wandertag Ende Oktober? Oder einen Frühlingsspaziergang Ende März? Wenn Sie keine Winterreifen auf ihrem Auto montiert haben, fahren Sie lieber in den warmen Süden oder ins benachbarte Ausland, aber bitte nicht ins Waldviertel. Glauben Sie nicht? Probieren Sie’s aus, aber sagen Sie nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt! „Sommer“ ist im Waldviertel ohnehin nur im Zeitraum von Juni bis Ende August.

Kleinigkeiten

Es geht immer weiter.  Auch dieses Blog. Mag sein das meine treueste Leserin in die Sommerlande gegangen ist. Mag sein das ich keine Anrufe mehr bekomme wenn am Montag Abend noch keine Bilder online sind. Aber ich mach es ja auch für mich, als Dokumentation, und es ist immer schön zurückzublicken. Naja, manchmal zumindest.

Was gibt es Neues?

Die LTE-Antenne ist ausgerichtet und montiert, zumindest zeitweise hab ich jetzt die vierfache Geschwindigkeit – aber es schwankt leider immer noch. Die „Verkabelung“ im Haus hab ich neu gemacht, eine Kombi aus WLan und Powerline-Adaptern die mir überall im Haus Anschlüsse und a gscheite Geschwindigkeit im Netz liefert. Für das Holzhaus brauch ich noch einen Access-Point, dann ist das Netzwerk komplett.

Dann hatte ich Zeit für einige Bastelarbeiten: die Holzleisten beim Stiegenhaus sind jetzt Ton-in-Ton mit der bestehenden Konstruktion. Das fehlende Geländer-Brett ist auch ersetzt. Die Übergangs-Fugen beim Boden (wo es anstößt) sind dicht – noch nicht ganz, da ist mir das Material ausgegangen. Und die Vorhänge unten sind auch größtenteils fertig gekürzt und genäht. Noch zwei Vorhänge und zwei Gardinen und fertig. Bei den Näharbeiten bin ich vielleicht nicht der Schnellste, aber gut wird es inzwischen.

Silvester in Garmanns 2015-16

Es war wieder mal die Zeit für ein richtiges Fest. Mit vielen Freunden, ob Trossis, ob Ulmerfelder, oder aus Biedermannsdorf.

Die Tafel war reich gedeckt, Wolfgang hat ein Wildschwein und das Rotkraut beigesteuert, ich hab mich (nicht ganz so erfolgreich) an Reiberknödel versucht, dafür ist die Sauce wunderbar gelungen.

Regina hat uns am 1. aufgesucht, und es war so gemütlich das wir das gleich noch auf den nächsten Tag ausgedehnt haben.

Also wirklich ein gelungener Jahreswechsel. Danke liebe Freunde, und ich hoffe wir sehen uns alle bald wieder.

Und am Ende ist auch der Winter etwas zu uns gekommen, mit etwas Schnee und Raureif.