Hinauf in die Sonne

Nachdem wir letzten Samstag nur in der Nebelsuppe herumgewandert sind (auch schön, aber von der Aussicht her etwas beschränkt), haben wir uns am Sonntag in höhere Gefilde begeben. Sehr schön, wenn man von oben schaut wie der Nebel in den Tallagen hängt. Und nachdem der Winter noch immer auf sich warten lässt war es in der Sonne auch sehr angenehm (so sie sich blicken lies, bewölkt war es ja trotzdem).

Bei der Gelegenheit haben wir uns gleich Schloß Leiben angesehen, mit der zugehörigen Meierei. Der kleine Turm daneben hat es uns angetan, und die netten kleinen Schmiedearbeiten.

Erste Reitstunde

Nur einmal auf dem Pferd gesessen – das langt nicht. Gut dass mir mein Schatz zu Weihnachten die ersten Reitstunden geschenkt hat. Und heute war die erste Stunde.

Well. Spass hat es gemacht. Richtig reiten lernen braucht etwas mehr als eine Stunde. Also bitte jetzt keine Haltungskritiken – ich steh am Anfang, lehn mich gern zu weit vor, buckel, ruder mit den Füßen….. Und was meine Muskeln morgen dazu sagen – hm, da bin ich schon gespannt….

Und weil es das noch lange nicht ist geht es nächste Woche gleich weiter.

Low-Budget Trekking

Eine ganze Industrie lebt vom Outdoor-Boom, und es ist leicht für gute Ausrüstung viel Geld loszuwerden. Aber ist es auch möglich eine brauchbare Ausrüstung zusammenzustellen ohne gleich den Ausgleich anzumelden?

Die Antwort ist: ja, wenn man bereit ist etwas zu basteln und beim Gewicht auf die neueste Ultra-Leicht-Lösung verzichtet. Und sich auf das Notwendigste konzentriert (okok, da ich gerne mal Ausrüstung teste sollte ich mir das sowieso IMMER mehr zu Herzen nehmen und weniger mitschleppen). Hier meine Ideen zu DIY und geringeren Ausgaben:

Zelt/Tarp: 

Eine NVA Zeltbahn (2x) 31b1ym1xpflist bei Amazon um 7,90 das Stück erhältlich. Dafür kriegt man eine schwere, aber stabile Zeltplane mit Ösen aus alten Militärbeständen, die auch nicht anfällig für Funkenflug ist und Dank der Knöpfe sowohl als simples Zelt, Tarp, Unterlage oder Poncho verwendbar ist. Mit zwei davon  kann man entweder ein simples Zelt aufbauen oder eine Kombination aus Unterlage und Tarp. Einige Schnüre als Abspannung muss man halt zusätzlich besorgen. Als Stütze dient der

Wanderstab:

05092430Beim Wandern unerlässlich (für mich), und um mit den Zeltplanen ein Lager aufzubauen braucht es keine teuren Alu-Stäbe oder Zeltstangen. Der gute alte Wanderstab, in ausreichender Länge im Wald geschnitten, mit einer dicken Schraube am unteren Ende damit sich der Stab nicht gleich auflöst – fertig. Verzierungen oder Griffe können je nach handwerklichen Fähigkeiten geknüpft oder geschnitzt werden – alles optional.

Kleidung und Schuhe:

Moderne Funktionskleidung hat sicher ihre Vorteile. Zum Wandern reicht aber auch die gute alte Jean, ein Flanellhemd und ein Pullover für die Wärme (Wolle hat von den Wärmeeigenschaften immer noch weit die Nase vorne, vor allen möglichen Kunstfasern). Die oben erwähnte NVA-Plane kann man auch als Regenponcho verwenden, eine gute Regenjacke ist da aber besser und kompakter.

Bei den Schuhen scheiden sich die Geister. Als Waldviertler-Fan nehme ich hier den höheren Kaufpreis zu Gunsten der langen Haltbarkeit in Kauf. Mit Trekking-Schuhen aus dem Sportgeschäft-Abverkauf fährt man aber genauso gut wie mit Arbeitsschuhen vom Bauhaus, so diese gut passen.

Rucksack:

Alle teuren Systeme leben von vier Punkten: Tragekomfort, Modularität, Wasserdichtheit, Haltbarkeit. Für kleinere Touren reicht es aber völlig einen günstigen kleinen Rucksack aufzumotzen.

Guten Komfort weil mit gut gepolsterten Trägern ausgestattet bietet z.B. der Rucksack aus dem Elch-Family Shop. Der hat eine vernünftige Größe für Tageswanderungen, seitliche Taschen für Trinkflaschen, und innen eine praktische Aufteilung. Aber egal welchen Rucksack man nimmt: halbwegs formstabil sollte er sein, damit das Kreuz auch an längeren Tagen nicht aufgibt.

Für’s Trekking ist der Stauraum so eines kleinen Rucksacks aber zu begrenzt. Hier kann man sich mit etwas Gurtband aus dem Bauhaus, sowie einem stabilen Sternzwirn und dicken Nadeln helfen. Teure Hersteller werben mit Molle-Kompatibilität – dabei sind das auch nur ein paar aufgenähte Gurtbänder. Also näht man einfach dort wo es sinnvoll ist an den Seiten und auf der Rückfront einige Streifen Gurtband an, schon kann man modular zusätzliche Tascherl befestigen (z.B. auch die kleinen Kulturbeutel aus dem oben genannten Shop). Einige Schleifen davon oben und unten, Gummispannschnur auch aus dem Bauhaus und schon ist eine Befestigungsmöglichkeit für Zeltplane, Schlafsack und Matte vorhanden. Zuviel sollte man einem kleinen Rucksack aber trotzdem nicht aufbürden. Das sieht dann so aus:

Wasserdicht wird der Rucksack damit nicht – hier schaffen stabile Müllsäcke, in die man sein Reservegewand und den Schlafsack einwickelt Abhilfe ohne den Geldbeutel wesentlich zu belasten. Auch die oben angeführten Planen kann man gleich zum Einwickeln von nässeempfindlichen Teilen verwenden.

Kochen, Geschirr:

Es muss kein Spezialgeschirr sein. Ein paar günstige Frühstücksboxen (gibt es oft beim Käse-Kauf gleich als Verpackung) sorgen dafür das die Jause nicht zerquetscht wird und dienen gleichzeitig als Schüssel fürs Essen.

131227003Eine normale PET-Mineralwasser-Flasche tut es für den Flüssigkeitstransport und kostet gar nichts extra.Und soll es wirklich was Namhaftes sein: Nalgene gibt es in jedem Labor-Geschäft um einen Bruchteil des normalen Entgelts.Weicher Body, aber der Deckel hält.

131227001Ein kleiner Spiritus-Kocher aus Bierdosen, mit einem Dosenblech als Ständer und Windschutz sowie ein kleiner billiger Stahltopf mit Griff runden das Kochgeschirr ab. Ist Feuermachen erlaubt wo man hingeht kann man eventuell einen Rost aus einem alten Griller mitnehmen. Und ein günstiges Häferl für den Tee findet sich auch bald. Eine Gabel und ein Löffel sind zwar vielleicht nicht Ultra-Light – so sehr fallen die aber auch nicht ins Gewicht.

Licht:

Taschenlampen sind irgendwie so ein Lieblingsspielzeug wo ich mich oft frage was überhaupt nötig ist. Schlägt man sein Lager auch mal nach Sonnenuntergang auf weiß man sie doch zu schätzen. Aber auch hier gibt es viel Spielraum

Teure Campingleuchten? Bei jeden Bauhaus oder auch beim Möbelix gibt es diese kleinen runden LED Leuchten. Halten ewig durch, mit einem Haken und einem Magnet auf der Rückseite sind sie auch vielseitig im Lager, Haushalt oder beim Auto einsetzbar. Wasserdicht sind die zwar nicht, aber völlig ausreichend.

131222002131222003LED Lampe Bauhaus

Soll es doch eine Taschenlampe sein gibt es von allen Batterie-Herstellern auch günstige kleine Lampen, dank LED-Technologie leisten die sogar etwas. Auch bei Tschibo/Eduscho findet man sowas immer wieder. Trotzdem sollte man (weil es keinen nennenswerten Preisunterschied macht) darauf achten zumindest eine LED der neuen Generation zu bekommen. Leicht erkennbar: diese kleinen Kuppeln wie bei der runden Bauhauslampe oben – das sind die Alten….die neuen LED’s sehen aus wie winzige flache Rechtecke und leisten weit mehr.

Egal wie man kombiniert, ein Tipp der Gewicht spart und die Flexibilität erhöht: Man sollte drauf achten das alle Geräte die gleiche Batterietype verwenden. Die runden Bauhaus-Leuchten verwenden z.B. 3xAAA, nimmt man eine passende Taschenlampe dazu kann man sich gleich mit 4 Akkus ausrüsten. Somit hat man zur Not Reserven weil man die Batterien zwischen den Lampen tauschen kann und schont die Umwelt.

Werkzeug:

131222004Hier spare ich durch Minimalismus: ein Taschenmesser deckt alles ab was man zum Trekking braucht. Leatherman ist zwar gut, hat aber auch seinen Preis. Für die kleine Brieftasche ist man mit einem Victorinox Huntsman am Besten bedient. Ein großes Fahrtenmesser oder eine Axt ist nur nötig wenn man wirklich ernsthaft Feuerholz machen will – und da stellt sich ohnehin die Frage wo ein großes Feuer überhaupt erlaubt ist.

Will man unbedingt ein Outdoor-Messer ist man beim Eigenbau am besten bedient, eine gute Klinge und etwas G10 für den Griff belasten die Brieftasche nicht über Gebühr – es setzt allerdings handwerkliche Fähigkeiten und etwas Werkzeug voraus.