Am 3D Parcours Dorfstetten

Wenn ich heute so aus dem Fenster sehe (trüb, nass, kalt) war es eine sehr gute Entscheidung das wir uns gestern unsere Bögen geschnappt haben und nach Dorfstetten gefahren sind.

Dorfstetten, etwas oberhalb des Yspertals gelegen, soll nämlich einen tollen 3D-Parcours haben. Und wir wurden nicht enttäuscht.

Das Wetter war herrlich und warm, und der Parcours ist wirklich gut. 30 Ziele auf einer Runde (10 könnte man noch extra mit einer zweiten Runde anhängen), hervorragend ausgeschildert und angelegt, eine echte Freude. Große Tiere, kleine Tiere, unterschiedliche Distanzen und Winkel, sehr abwechslungsreich. Und bei der Hälfte der Tour auch eine Labestation, die wir mit dem ganzen bergauf-bergab auch gebraucht haben ;-). Mit € 8,– liegt der Preis im normalen Bereich, für das was geboten wird fällt es schon unter günstig.

Den Abschluss haben wir dann beim Wirten in Dorfstetten mit königlichen Wildgerichten gemacht.

Ein Spaziergang am Ottensteiner Stausee

Am Samstag hat es uns in die Natur hinaus gezogen. Gut eingepackt – es zwar zwar schön, aber ziemlich windig – haben wir eine Runde am Ottensteiner Stausee gemacht. Genau genommen am Ufer des Purzelkamps entlang.

Es war einer unserer „kleinen“ Spaziergänge – also 4 Stunden, inkl. unserer „das sieht fast wie ein Weg aus“-Abschneider.

Wunderschön ist es dort, trotz Wochenende war außer uns niemand unterwegs, die Natur strahlt in allen Farben, Schwammerl in Form von Schopf-Tintlingen und Goldröhrlingen gibt es auch noch, und natürlich die wildesten Gesteinsformationen.

In Rastenfeld haben wir auch wieder ein gutes Gasthaus gefunden, wo wir uns mit Malakov-Torte gestärkt haben.

Schön war’s!

Spaziergänge, Erdweis und Essen

Wie hab ich meine Geburtstagswoche sonst verbracht? Spaziergänge im Grünen, mit Regina, Lotte und Vater, wo wir auch trotz der schon herbstlichen Temperaturen gute Schopftintlinge gefunden haben (*schmatz*).

Dann ein bissi Wurzeln ausgraben bei Regina (erst halbfertig, dann war das Wetter nicht mehr auf unserer Seite).

Und noch mehr Essen. Kürbiszeit ist ja schließlich auch noch.

Geburtstagsfeier

Alle Jahre wieder – kommt nicht nur das Christkind sondern auch mein Geburtstag. Regina und Wolli haben mir fleissig bei den Vorbereitungen geholfen, und der Großteil des Trosses hat sich auf den Weg gemacht.

Am Markt in Gföhl hatten wir schon ein schönes Stück Schweinsbraten vorbestellt, und die Jausenträger-Brezen hab ich zu Knödel verarbeitet. Trotz Torten und diverser anderer Goodies – fast zu wenig ;-).

Wolli hat dann auch noch ein schönes Feuer im Hof gemacht, und des wurde ein schöner Abend und ein gemütliches Wochenende – inkl. einer kleinen Trossbesprechung für die Termine 2017.

Danke das Ihr euch die Zeit genommen habt.

Jagen und fangen in Garmanns

War wieder mal ein schönes Wochenende, zuerst am Fest in Purgstall, dann gab es reiche Beute hier im Waldviertel: selbst gefangene Fische vom Brunner in Gföhl, die auch gleich  auf der Feuerstelle gelandet sind, eine Maus die sich in die Badewanne verirrt hatte, etwas Holler, der jetzt der endlich reif ist – wir haben uns ausgetobt.

Wolfgang und Wendy waren auch wieder heroben und haben das schöne Wetter genossen.

Am Ende sah man nur noch die Trümmer rauchen 😉

Und die Braxn hat endlich einen gscheiten Stiel bekommen, jetzt muss ich nur mehr die Scheide fertig machen.

Fjällräven Nr. 21 (Medium)

Wieder mal ist ein kleiner Ausrüstungstest angesagt. Sicher, man könnte meinen ich hätte schon genug Rucksäcke, aber das Retro-Design des Fjällräven Nr. 21 hatte es mir irgendwie angetan. Außerdem war mir mein kleiner umgebauter IKEA-Rucksack gerade eine Spur zu klein, für einen Einkauf war kein Platz mehr.

Nun zu diesem guten Stück. Die verwendeten Materialien sind mal hochwertig, sowohl der G1000 Stoff, als auch die ledernen Riemen. Die Nähte sind sauber verarbeitet. Die seitlichen Außenfächer sind – dem Design geschuldet – sehr klein, zu klein z.B. für eine Trinkflasche, aber ideal um z.B. ein größeres Messer, eine Axt oder auch ein Powerpack zu transportieren. Innen ist der kleine Rucksack ein Raumwunder, und durch den Schnee/Regenschutz oben sowie den verstellbaren Deckel auch wunderbar flexibel. Die Rückenpolsterung ist primitiv, erfüllt aber den Zweck und stabilisiert auch die Rückwand. Das entnehmbare Sitzkissen ist eine nette Idee. Die Innenfächer für Laptop etc. sind gut dimensioniert, auch eine kleine Tasche mit Zip für Kleinkram, und eine vordere Tasche in der getesteten Medium-Ausführung (bei der Large-Version fehlt diese Tasche, die aber auch praktisch ist um die Kordel des Regenschutzes zu verstauen).

Soweit zu den guten Ideen. Allerdings:

Die seitlichen Außenfächer hab ich ja schon erwähnt. Platz für eine 1l-Flasche (Nalgene, oder auch eine Sigg) wäre schon nett gewesen.

Die innen angebrachte Flaschentasche ist zwar nett, aber unpraktisch, genau genommen muss man den ganzen Rucksack ausräumen um an die Flasche heranzukommen.

Das Sitzkissen ist auch so eine nicht ganz durchdachte Sache. Gut, aber wohin damit wenn das Ding dann nass ist? Wieder in den Rucksack zurück eher nicht, unter dem Deckel kann man es zur Not unterbringen, ideale Lösung ist das allerdings nicht.

Ein totaler Entwurfs/Denk/Montagefehler sind aber die Deckelriemen. Ich habe selbst etwas gebraucht bis ich draufgekommen bin wo der Fehler liegt: Die schlüssellochförmigen Ausnehmungen sind genau oben-unten verkehrt. Eigentlich sollte man die Kugel des Verschlusses durch das große Loch schieben, und durch Zug würde der Verschluss dann in den dünneren Teil der Ausnehmung rutschen. Nur: der Zug des Deckels geht nach oben, nicht nach unten! Somit rutscht der Verschluss automatisch in die „Öffnungsposition“ (wenn man das so nennen will).

Update: Laut Stellungnahme des Kundendienstes ist es Absicht,  der dünne Teil des Einschnitts soll nur das Verschließen erleichtern, nur bei einem steiferen Material wäre ein „Reinrutschen“ gewünscht. Aber man kann ihnen nicht absprechen das sie zu solchen Anfragen zumindest Stellung nehmen 😉

Fazit: Ein Rucksack aus hochwertig verarbeiteten Materialen, in einer sehr angenehmen Größe. Leider mit einigen Details die nicht so ganz durchdacht sind – was aber offenbar noch niemanden so wirklich aufgefallen ist, zumindest hab ich bisher im Internet nichts dazu gefunden

 

4 Gründe warum das Handy im Wald unnötig ist

Wir sind es gewohnt immer online zu sein. Außerdem sind Handys heute nicht mehr nur Telefone, sondern kleine Computer mit Kamera und Navigationssystem. Vom Standpunkt „mehrere Geräte in Einem“ macht es auf den ersten Blick also Sinn das Handy mit auf die Wanderung zu nehmen. Praktisch gesehen reduzieren sich die Anwendungen allerdings sehr schnell.

1. Akkulaufzeit

Voll geladen hielt mein altes Nokia gut eine Woche durch. Mit dem Smartphone kann ich von Glück reden wenn es anderthalb Tage sind. Das mag für einen Tagesausflug noch ausreichend sein, für eine länger Wanderung oder einen Campingausflug ist es auf jeden Fall zu wenig. Zwar lässt sich diese Zeitspanne mit einer Powerbank ausdehnen, damit schleppt man aber bereits ein zusätzliches schweres Stück Ausrüstung für einen zweifelhaften Zweck herum. Und Lademöglichkeiten sind zumindest auf meinen Touren selten.

2. Kamera

Natürlich ist es praktisch auf die Schnelle ein Bild mit dem Handy zu schießen. Und die Kameras werden auch immer besser. Nur: Naturfotos kommen meistens in zwei Kategorien: Zu nahe (Makroaufnahmen von Pflanzen) oder zu weit weg (Tierfotografie). Unklare Lichtverhältnisse bei Dämmerung oder Nebel liefern wunderbare Stimmungsbilder – und überfordern die meisten Handykameras. Wenn ich also gute Fotos nach Hause bringen will ist zumindest eine Kompaktkamera mit ordentlichen Objektiv das Minimum der Gefühle.

3. Navigation

Hier besteht die Gefahr das wir uns auf die zweifelhafte Sicherheit des ständig bereiten Navis verlassen. Wenige bedenken das z.B. Google Maps die Karten aus dem Internet lädt. Gibt es keinen Empfang (und dafür muss ich nicht weit gehen, schon im nahen Waldviertel kenne ich viele tote Flecken) ist Schluss mit diesem praktischen Feature. Das lässt sich zwar mit einer App umgehen die offline Karten speichert (z.B. Navmii), es bleibt aber Punkt 1 – und nach Murphy’s Law wird der Akku genau dann leer sein wenn man sich verirrt hat und sich auf diese Navigationshilfe verlässt. Althergebrachte Navigation über Karten, Kompass sowie ein Orientierungstraining sind gerade bei komplizierteren Touren ein Muss. Auch moderne Navis sind – wegen der Akkulaufzeit – nur bedingt auf Dauer brauchbar.

4. Kommunikation

Mal ehrlich: ich will gar nicht immer erreichbar sein. Oder Wild erschrecken weil plötzlich das Telefon läutet. Und Facebooken kann ich zuhause am PC besser. Fotos hochladen macht mit Highspeed-Internet auch mehr Spaß. Auch spielt hier wieder die Netzabdeckung und der Akku eine große Rolle.

Ausnahme Notfall: Das ist der einzige Grund ein Handy überhaupt mitzuschleppen. Ausgeschaltet, und bei niedrigen Temperaturen trotzdem warm damit der Akku bei Leistung bleibt.

Tipp: ein Notruf ist auch möglich wenn der eigene Netzbetreiber nicht verfügbar ist: einfach das Handy starten und statt der PIN-Eingabe 112 (Euro-Notruf) wählen. Das funktioniert auch mit Wertkartenhandys ohne Guthaben, ohne Sim-Karte oder bei Tastensperre.